KSV Bad Aibling

Karate

Trainingszeiten Karate

MONTAG

18:30 – 20:00 Uhr

MITTWOCH

19:30 – 21:00 Uhr

Ein Probetrainig ist jederzeit möglich und kann über das Kontaktformular vereibart werden. 

Trainer

Luigi Bettini, 6. DAN, Schüler von Sensei Shirai und Sensei Fugazza

Sensei Bettini hat im Jahr 1970 mit dem Shotokan Karate unter der Leitung von Sensei Yoshikazu Sumi begonnen, im Jahr 1976 hat er die Prüfung zum 1. Dan abgelegt und im Jahr 2012 erfolgreich die Prüfung zum 6. Dan bei Sensei Shirai in Innsbruck abgelegt.

Sensei Bettini war Mitglied der Italienischen Nationalmannschaft (SKI) und 2-mal italienischer Meister im Verband Federazione Italiana Karate. Sensei Bettini lebt seit 1989 in Deutschland und trainiert seit mehr als 20 Jahren die Karateka in Bad AIbling.

Neben dem Karate hat sich Sensei Bettini mit diversen Kampfstielen wie Kung-Fu, Boxen und MMA beschäftigt.

Der Kampfsportverein Bad Aibling freut sich sehr, mit Sensei Bettini einen der erfahrensten Karate Trainer in Oberbayern in seinen Reihen zu haben.

 

Sensei Luigi Bettini 6. Dan

Traditionelles Shotokan Karate

Shotokan Karate ist eine der bekanntesten und weltweit am weitesten verbreiteten Karate-Stilrichtungen. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Gichin Funakoshi, dem „Vater des modernen Karate“, aus dem okinawanischen Karate entwickelt und in Japan weiter verfeinert. Der Begriff „Shotokan“ stammt von Funakoshis Künstlernamen Shōtō (Kiefernrauschen) und Kan (Halle), also sinngemäß „Halle des Shōtō“.

Im traditionellen Shotokan Karate steht nicht nur die körperliche Fitness im Vordergrund, sondern vor allem auch die Schulung von Geist, Charakter und Disziplin. Es geht darum, Körper und Geist in Einklang zu bringen – ein lebenslanger Weg der persönlichen Entwicklung.

Die drei Säulen des Shotokan Karate:

  • Kihon (Grundtechniken): Hier werden die fundamentalen Techniken wie Stellungen, Schläge, Tritte und Blöcke systematisch trainiert. Die saubere Ausführung steht im Mittelpunkt.
  • Kata (Form): Kata sind festgelegte Bewegungsabläufe, die einen imaginären Kampf gegen mehrere Gegner darstellen. Sie verkörpern die Philosophie, Geschichte und Technik des Karate.
  • Kumite (Kampf): Vom abgesprochenen Partnertraining bis hin zum freien Kampf – hier wird die Anwendung der Techniken in der Praxis geübt, stets unter Beachtung von Kontrolle und Respekt.

Werte und Philosophie

Im traditionellen Shotokan Karate werden nicht nur Techniken vermittelt, sondern auch Werte wie Respekt, Höflichkeit, Ausdauer, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. Das Dojo-Kun (die ethischen Grundregeln des Dojos) begleitet jeden Karateka auf seinem Weg:

  1. Strebe nach der Vervollkommnung deines Charakters.
  2. Sei aufrichtig und treu.
  3. Entwickle den Geist der Ausdauer.
  4. Höflichkeit ist unerlässlich.
  5. Halte dich von unüberlegtem Handeln fern.

Shotokan Karate eignet sich für Menschen jeden Alters. Ob jung oder alt, Anfänger oder Fortgeschrittener – jeder kann durch kontinuierliches Training seine körperlichen und mentalen Fähigkeiten verbessern.

Sensei Hiroshi Shirai – Ein Leben für das Karate

Sensei Hiroshi Shirai (10. Dan)
Sensei Hiroshi Shirai (10. Dan)

Sensei Hiroshi Shirai (10. Dan) zählte zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des traditionellen Shotokan Karate weltweit. Geboren 1937 in Nagasaki, Japan, gestorben am 9. Oktober 2024 Italien, begann er seine Karateausbildung unter den größten Meistern seiner Zeit, darunter auch Masatoshi Nakayama, einem direkten Schüler von Gichin Funakoshi.

Nach dem Gewinn der Alljapanischen Meisterschaften in den 1960er Jahren wurde Shirai Teil der berühmten „Instructor Class“ der Japan Karate Association (JKA), die mit dem Ziel gegründet wurde, hochqualifizierte Karate-Lehrer international auszubilden und Karate in der ganzen Welt zu verbreiten.

Verbreitung des Karate in Europa

1965 kam Sensei Shirai im Rahmen einer internationalen Karate-Mission nach Europa – eine Reise, die das Karate auf unserem Kontinent maßgeblich prägen sollte. Er ließ sich schließlich in Italien nieder und begann dort mit dem systematischen Aufbau einer starken Karate-Community. Durch seine intensive Lehrtätigkeit, zahlreichen Lehrgänge und sein tiefes technisches Verständnis wurde er zu einer der prägendsten Figuren für das Shotokan Karate in Europa – auch in Deutschland.

Sein Stil war geprägt von tiefer Tradition, technischer Präzision und einem starken Fokus auf Budo, dem Weg des Kriegers, bei dem ethische und spirituelle Werte ebenso wichtig sind wie körperliche Techniken.

Gründer der Istituto Shotokan Italia (ISI)

Sensei Shirai gründete das Istituto Shotokan Italia (ISI) und später auch die World Shotokan Institute (WSI), um seine Interpretation des Karate zu verbreiten: ein Karate, das nicht auf sportlichen Wettkampf reduziert ist, sondern die traditionelle Linie von Gichin Funakoshi und Masatoshi Nakayama weiterführt – mit besonderem Schwerpunkt auf Kata-Bunkai (Anwendung der Formen im Kampf) und realitätsnaher Selbstverteidigung.

Einfluss auf das Karate in Deutschland

Auch viele deutsche Karateka wurden durch Sensei Shirai maßgeblich beeinflusst. Zahlreiche Dojos orientieren sich an seiner Lehre oder arbeiten mit Verbänden zusammen, die unter seiner technischen Leitung stehen. Seine jährlichen Lehrgänge in Europa sind bis heute international gut besucht und werden als Quelle tiefen Wissens geschätzt.

Ein Lehrer mit Vision

Sensei Shirai stand wie kaum ein anderer für die Verbindung von Technik, Tradition und Geist im Karate. Sein unermüdliches Engagement, seine Disziplin und seine klare Linie haben Generationen von Karateka geprägt – und tun es bis heute. Wer bei ihm trainieren durfte, hat nicht nur Techniken gelernt, sondern ein tieferes Verständnis für den Weg des Karate entwickelt.

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